FV Austria XVII Auhofcenter

13. Meisterschaftsrunde

Austria XIII Auhof Center  : Post SV 2:1 (1:0)

Torschützen: Breitenfelder, Selmanovic  • Fotos •  FV Austria XIII Auhof Center gewinnt gegen Titelaspiranten Post SV mit 2:1 • Austria XIII war vor diesem Spiel seit vier Runden ohne Sieg, lediglich ein Punkt konnte erobert werden. Trainer Hans Slunecko nahm deshalb nach dem Spiel gegen NAC, wo man zwar gut gespielt, aber schlussendlich auch punktelos geblieben ist, einige Veränderungen vor. So musste er verletzungsbedingt auf Cemil Tosun verzichten, Francesco Rosa und Tormann Ertan Ujanik nahmen auf der Ersatzbank Platz und Admir Subasic befand sich diesmal gar nicht im Kader. Neu im Spiel Tormann Aleksander Markovic, der nach Verletzung wiedergenesene Christopher Jekal, Milos Milenkovic sowie Alexander Puza. Die Mannschaft brauchte einige Zeit, um sich auf die neue Zusammensetzung einzustellen.
So dominierte Post SV die ersten 20 Minuten und kam auch zu einer Kopfballchance und einem Angriff, bei dem der Stürmer nur das Außennetz traf. Nachdem die erste Sturm- und Drangphase des Titelaspiranten vorüber war, kam Austria XIII besser ins Spiel. Die Mannschaft war super eingestellt und kämpfte, als ginge es um das Überleben. Alen Selmanovic – er wurde wieder als einzige nominelle Sturmspitze aufgeboten, beschäftigte seine Gegenspieler pausenlos und gab mit einem Kopfball Mitte der ersten Halbzeit erstmals seine Visitenkarte ab.

 

Dann die 26. Minute: Ibrahim Aksu trat einen Corner, der immer länger und länger wurde, vom Tormann nicht arretiert werden konnte, und da stand plötzlich der Kapitän von Austria XIII am langen Eck goldrichtig. Er verwertete per Kopf zum 1:0. Damit wurde der Spielverlauf zwar nicht auf den Kopf gestellt, Post SV hatte jedoch bis zu diesem Zeitpunkt noch mehr vom Spiel. Die Postler gaben natürlich nicht auf und versuchten den Ausgleichstreffer zu erzielen, doch die Abwehr der Heimischen stand immer sicherer. Die Heimischen spielten überaus diszipliniert und waren immer zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Dann kam abermals Selmanovic ungehindert zum Kopfball, konnte diesen jedoch nicht verwerten. In der 34. Minute hatte noch Post SV eine ausgezeichnete Einschussmöglichkeit, scheiterte jedoch am eigenen Unvermögen.
Nach der Pause machte der Tabellenzweite wieder gehörigen Dampf und kombinierte ausgezeichnet. So musste sich Tormann Markovic einmal auszeichnen, als er einen schwer zu bändigenden Ball abwehren konnte. In der 53. Minute entschied der Schiri dann an der Strafraumgrenze auf Foul – aus der Sicht von Austria XIII eine grobe Fehlentscheidung. Bernd Stoklassa nahm Maß und setzte den Ball über die Mauer, für den Tormann nur sehr schwer zu halten, in die Maschen. Damit war das Spiel wieder ausgeglichen. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung. In dieser Situation hatte der Schiri das Spiel nicht immer im Griff und traf einige Fehlentscheidungen, die zuerst gegen die Heimmannschaft, aber später auch gegen die Gäste gerichtet waren. In dieser Situation war vor allem Fritz Breitenfelder der ruhende Pol in der Mannschaft.

 

Sehr gut an diesem Tag auch Stadtligadebütant Christopher Jekal, der nach Anfangsschwierigkeiten seinen Gegenspieler voll im Griff hatte, und Daniel Slunecko, der mit einigen Gustostückerln seine technischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Er war es auch, der die Schlussoffensive von Austria XIII mit einem Distanzschuss einleitete, der jedoch knapp über das Tor ging. Danach konnte Post SV die einzige grobe Unsicherheit in der Abwehr der Heimischen nicht ausnützen und Tormann Markovic war wieder zu Stelle. Als das Spiel auf des Messers Schneide stand, wurde Matthias Scherf ebenfalls nach langer Verletzungspause und einigen Einsätzen in der U 23 eingewechselt. Er sorgte sofort für Gefahr. Mit seiner vorerst besten Situation brachte er Alen Selmanovic in Position, der nur mehr den Tormann vor sich hatte, jedoch etwas zu lange mit dem Abschluss gewartet hatte, sodass der Goalie in letzter Not noch abwehren konnte. Sein Glanzstück lieferte Mattias Scherf dann in der 87. Minute. Ähnlich wie Ibrahim Aksu vor der Halbzeit schlug er einen Corner wieder über die Abwehr und den Tormann hinweg auf`s lange Eck, wo Alen Selmanovic, sträflich allein gelassen, den Ball über die Torlinie beförderte.

 

Damit wurde auch der Stürmer für seine vielen „leeren Kilometer“ belohnt. Der Jubel der Blau-Gelben war grenzenlos. Mit unbändigem Kampfgeist wurden das Ergebnis und damit der erste Sieg nach drei Niederlagen und einem Remis über die Runden gebracht. Damit hatte man den zu Recht höher eingeschätzten Postlern ein Bein gestellt. Am Sonntag stand dann fest, dass Austria XIII den NAC zum Herbstmeister krönte. Dazu sei von unserer Seite herzlich gratuliert. Der Sieg der Heimischen ging vor allem deshalb in Ordnung, weil sie ihn unbedingt erringen wollten. So wie noch selten in dieser Saison machte sich sogar Fanstimmung am Kinkplatz bemerkbar. Das könnte viel öfter passieren, die Mannschaft hat es den Zuschauern jedenfalls gedankt.